1975 - die verpasste Chance

Schlagzeile im Hamburger Abendblatt vom 10. September 1974: "Die PEKING gehört an die Elbe“. Doch der Senat war nicht interessiert.

Das Hamburger Abendblatt hingegen startete die Aktion >>Rettet die PEKING<<. Liebhaber der Seefahrt, darunter alte Seebären und „Cap Horniers“, waren bereit, den Kauf des Windjammers mit Spenden zu finanzieren.

Die Reederei „Bugsier“ erklärte sich bereit, die PEKING kostenlos aus England zu holen, Bedingung war allerdings die Schleppfähigkeit des Seglers.

Jedoch schien diese zweifelhaft. Blohm & Voss und die Reederei Laeisz gaben unabhängig voneinander Gutachten in Auftrag - mit eher negativem Ergebnis. Es wurde befürchtet, dass die ehemalige PEKING die kurze Reise von Südengland zur Elbe im Schlepptau nicht überstehen würde.

Um so erstaunter lasen die interessierten Hamburger am 23. Januar 1975, dass das Schiff für rund 400.000 Mark nach New York verkauft worden sei.

Die PEKING überquerte an der  Trosse eines niederländischen Schleppers den Atlantik und kam im Juni 1975 heil im Hafen von New York an.
Vorher wurde allerdings fast der gesamte Stahl in Höhe der Wasserlinie auf einer Werft erneuert.

Der bereits gegründete Verein "Rettet die PEKING" benannte sich um in "Windjammer für Hamburg" und fand einige Jahre später die SAGRES in Portugal, die als Schulschiff durch ein neueres ersetzt worden war und in einer Hafenecke vor sich hin gammelte. Man gab ihr den alten Namen RICKMER RICKMERS zurück und legte sie an die Landungsbrücken.